Unmündigkeit durch Bildung – ein Nachtrag zum letzten #edchatDE

Na dann, halt doch ein eigenes Blog. Und hier der erste Beitrag, den ich heute morgen bereits auf dem Blog vom @amsellen gepostet habe (posten durfte!!!).

Ein Nachtrag zum #EdchatDE vom 10.03.2015 zum Thema „How schools kill creativity“. Ein wichtiges Thema. Mein erster Edchat. Zu der These Ken Robinsons („Schule erstickt Kreativität“) wurde dann jedoch nur wenig getwittert. Das ist schade, denn in dieser These verbergen sich grundsätzliche Fragen nach der Qualität des Bildungssystems und unserem Verständnis von Lehren und Lernen. Im Kern der These geht es nicht darum, dass Schulen einen Aspekt menschlicher Handlungsfähigkeit vernachlässigen. Es geht um das Erwachsenwerden und eine damit einhergehende Mündigkeit. Am Ende steht hinter Robinsons These der Zweifel am Zustand der Gesellschaft selbst. Leider ist diese Diskussion hinter die Gespräche über digitale Medien und gute Apps für den Unterricht zurückgetreten (wahrscheinlich ist dieses Versäumnis auch einfach dem Format geschuldet – das Thema zu groß). Also werde ich jetzt hier ein bis drei lose und äußerst subjektive Gedanken in diesen Internet schreiben.

Wer Kant zückt, der erntet schnell mal Augenrollen und Gespött (meist zurecht). Ich will das in diesem Moment gerne ertragen, um die Reichweite der These von Sir Ken Robinson darzustellen. Kant beginnt  seinen Essay “Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung?“ mit der Feststellung, dass Aufklärung der Ausbruch aus der Unmündigkeit ist.

“AUFKLÄRUNG ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldetenUnmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen.”

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